Wie bereits im Jahr 2024 löste die MMS Götzis auch heuer das Ticket für das Bundesfinale im Schulschach. Dieses wurde diesmal in Steinach am Brenner ausgetragen.
Christina, fünffache Landesmeisterin, Adele, aktuelle Vizelandesmeisterin, sowie Ranya und Ayleen machten sich gemeinsam mit ihrem Schachlehrer Michael Reiter auf den Weg nach Tirol. Auf der Hinfahrt legte die Gruppe einen Zwischenstopp in Innsbruck ein und erkundete die Altstadt.
Bereits am Montag, 1. Juni 2026, standen die ersten fünf Partien auf dem Programm. Mit Ausnahme der Begegnung gegen die späteren Bundessiegerinnen vom Sacré Coeur Wien konnten alle Matches gewonnen werden. Die Wienerinnen erwiesen sich als das klar stärkste Team des Turniers.
Die MMS Götzis setzte häufig auf eine geschickte taktische Spielweise. Oft genügten bereits 2,5 Punkte, um einen Rundensieg einzufahren.
Am zweiten Spieltag wartete mit dem Gymnasium Seekirchen aus Salzburg ein weiterer Favorit. In einer äußerst spannenden Begegnung sicherten Ranya und Christina die entscheidenden Siege zum 2:2 Unentschieden gegen die Vizestaatsmeisterinnen des Vorjahres. Besonders dramatisch verlief Christinas Partie, die sie im sprichwörtlich letzten Moment noch zu ihren Gunsten drehen konnte.
Am Nachmittag stärkten sich die Mädchen in einer Konditorei. Zu diesem Zeitpunkt belegte die MMS Götzis den hervorragenden dritten Platz in der Zwischenwertung.
Der vierte Platz war bereits abgesichert, doch es war noch mehr möglich. Die letzten beiden Begegnungen gegen Kärnten und das Burgenland verliefen äußerst knapp. Christina kämpfte dabei auf Brett 1 jeweils gegen die stärksten Spielerinnen der gegnerischen Teams.
Einen wichtigen Beitrag zu einem weiteren Rundensieg leistete Ayleen. Sie gab auch in schwierigster Stellung nicht auf, rettete sich ins Patt und sicherte damit den entscheidenden halben Punkt für die Götznerinnen.
Nicht weniger dramatisch verlief die Partie gegen Mattersburg. Ranya erkämpfte den wichtigen Sieg, obwohl sie zwischenzeitlich vier Bauern im Rückstand lag. Mit einem sehenswerten Grundreihenmatt brachte sie ihre Gegnerin schließlich doch noch zur Aufgabe. Für ihre starke Leistung wurde sie sogar Brettsiegerin auf Brett 4.
Mit dem Gewinn des Vizestaatsmeistertitels erreichte das Mädchenteam der MMS Götzis den größten Erfolg, den eine Mannschaft der Schule jemals bei einem Bundesfinale erzielen konnte. Als besondere Anerkennung sind die Spielerinnen nun sogar zu einer Ehrung im Landhaus Bregenz eingeladen.







